Die neuen Ausstellungen
im Museum Liaunig

Das Museum Liaunig verfügt über eine der umfangreichsten Sammlungen österreichischer Kunst ab 1945, ergänzt durch Vertreter der klassischen Moderne sowie exemplarische Werke internationaler Künstler. Als Kontrastprogramm zur zeitgenössischen Kunst verstehen sich die historischen Sammlungen dekorierter Gläser und Portraitminiaturen aus dem 16. bis 19. Jahrhundert sowie die Sammlungspräsentation afrikanischer Glasperlenobjekte, die in dem vom Wiener Architektenteam querkraft entworfenen und bereits denkmalgeschützten Museumsbau den adäquaten architektonischen und museologischen Rahmen finden.

In der Saison 2017 erwartet den Besucher im Museum Liaunig ein vielfältiges Ausstellungs- und Konzertprogramm: Die Hauptausstellung „Kontinuität und Brüche“ im von außen sichtbaren, lang gezogenen Galerietrakt ist den Künstlern der Neuen Malerei der 80er-Jahre in Österreich gewidmet. Gezeigt werden Arbeiten der folgenden Künstlerinnen und Künstler:

Siegfried Anzinger, Erwin Bohatsch, Herbert Brandl, Gunter Damisch, Josef Danner, Jakob Gasteiger, Franz Graf, Josef Kern, Michael Kienzer, Alfred Klinkan, Peter Kogler, Brigitte Kowanz, Hans Kupelwieser, Alois Mosbacher, Fritz Panzer, Ferdinand Penker, Hannes Priesch, Gerwald Rockenschaub, Hubert Scheibl, Roman Scheidl, Hubert Schmalix, Thomas Stimm, Walter Vopava, Manfred Wakolbinger, Turi Werkner, Franz West, Erwin Wurm, Franz Yang-Močnik und Otto Zitko.

Im Skulpturendepot steht mit der Ausstellung „SYNKATABASIS“ von Wolfgang Ernst ein weiterer österreichischer Zeitgenosse im Mittelpunkt.

Im dreieckigen Sonderausstellungsraum wird die im letzten Jahr begonnene Ausstellungsserie „Alte Freunde“ fortgesetzt, in der mit Herbert Liaunig seit den Anfängen seiner Sammlungstätigkeit freundschaftlich verbundene Künstler vorgestellt werden. Es werden nacheinander Retrospektiven zu Hermann J. Painitz (Mai–Juli) und Karl Hikade (August–Oktober) gezeigt, die auch den Rahmen für die neu geschaffene Kammermusik-Reihe sonusiade bilden. Unter der künstlerischen Leitung von Janez Gregorič stehen drei Konzerte und ein literarisch-musikalischer Abend auf dem Programm: Am 30. 4. eröffnet Kammersängerin Bernarda Fink, in Begleitung von Anthony Spiri am Klavier und Nejc Mikolič an der Viola, die sonusiade. Am 8. 7. gestalten Schauspieler Wolfram Berger, Saxophonist Wolfgang Puschnig und Gitarrist Janez Gregorič einen Abend. Im Rahmen des SONUS-Gastkonzerts spielen die Bläser des Ketos Quintett Linz am 23. 8. im Museum Liaunig. Die Konzertreihe endet mit dem Altenberg Trio Wien am 29. 10.

Der Skulpturenpark, der sich über dem zum Großteil unterirdisch gelegenen Museum erstreckt und bei Schönwetter zu einem Spanziergang einlädt, wurde um Arbeiten von Hellmut Bruch und Josef Pillhofer erweitert.


Museum Liaunig 
Öffnungszeiten 
30. April – 29. Oktober 2017
Mittwoch – Sonntag von 10 – 18 Uhr
Führungen jeweils um 11 und 14 Uhr

Das Museum Liaunig kann auch ohne Voranmeldung
und ohne Teilnahme an einer Führung besichtigt werden.



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© Museum Liaunig

Kontinuität und Brüche – Wege der Neuen Malerei der 80er-Jahre

Die Hauptausstellung 2017 im Museum Liaunig ist den Künstlern der „Neuen Malerei“ der 1980er-Jahre gewidmet und zeigt Kontinuitäten, aber auch Brüche in der Entwicklung dieser für die jüngere österreichische Kunstgeschichte einflussreichen Künstlergeneration auf.

Die von Günther Holler-Schuster kuratierte Ausstellung ist wieder aus den ständig wachsenden Sammlungsbeständen des Museum Liaunig zusammengestellt, ergänzt durch Leihgaben der Künstler und der Neuen Galerie Graz am Universalmuseum Joanneum. Die Malerei der „Neuen Wilden“ ist ein wesentlicher Aspekt der österreichischen Gegenwartskunst, weshalb sich zahlreiche charakteristische Beispiele in der Sammlung Liaunig finden, sie lässt sich jedoch nicht letztgültig beschreiben beziehungsweise eingrenzen.

Diese als neu empfundene, meist figurativ-expressive Malerei, die sich Anfang der 1980er-Jahre international ausprägte wurde vom Deutschen Kunsthistoriker Wolfgang Becker in eher abwertender Absicht unter dem Begriff „Neue Wilde“ zusammengefasst. In Italien („Transavanguardia“, später „Arte Chiffra“), in Deutschland („Junge Wilde“ oder „Heftige Malerei“) und in Österreich („Neue Malerei“) entstand fast zeitgleich dieses „neue“ Bewusstsein innerhalb der Malerei als Reaktion junger Künstler auf die vorherige Generation (Minimalismus, Concept art). Ausgehend von der Vielfalt der einzelnen Positionen mit sowohl figurativen als auch abstrakten Tendenzen, den unterschiedlichen Zugängen und Entwicklungsverläufen führte das zu höchst eigenständigen künstlerischen Karrieren der in den 1980ern der „Neuen Malerei“ zugeschriebenen Künstler.

So finden in dieser Ausstellung auch unabhängige Außenseiter und Künstler, die im Kontext der „Neuen Malerei“ erwähnt oder ausgestellt wurden, ihren Platz. Die weitgefasste Auswahl der vielfältigen künstlerischen Positionen, deren individuelle und autonome Entfaltung in einem immer breiter werdendem Spektrum bildnerischer Möglichkeiten bildet Günther Holler-Schuster mit Arbeiten von Siegfried Anzinger, Erwin Bohatsch, Herbert Brandl, Gunter Damisch, Josef Danner, Jakob Gasteiger, Franz Graf, Josef Kern, Michael Kienzer, Alfred Klinkan, Peter Kogler, Brigitte Kowanz, Hans Kupelwieser, Alois Mosbacher, Fritz Panzer, Ferdinand Penker, Hannes Priesch, Gerwald Rockenschaub, Hubert Scheibl, Roman Scheidl, Hubert Schmalix, Thomas Stimm, Walter Vopava, Manfred Wakolbinger, Turi Werkner, Franz West, Erwin Wurm, Franz Yang-Močnik und Otto Zitko ab.

Im Grafiktrakt des Museum Liaunig wird das malerische Frühwerk, beginnend in den 1970er-Jahren, gezeigt, das fließend zu den Werken der Hochphase der „Neuen Malerei“ in den  1980er-Jahre auf der Nordseite übergeht. Auf der Südseite des langgezogenen Hauptausstellungstraktes finden Arbeiten aus der Zeit nach der „Neuen Malerei“ bis in die Gegenwart ihren Platz. Es ist der Versuch, das breite Panorama der österreichischen Kunst in diesem Zeitraum abzubilden und größere Zusammenhänge darzustellen.

Günther Holler-Schuster im zur Ausstellung publizierten Katalog: „Die Malerei ist somit nach dem Furor der 1980er-Jahre bis heute wieder verstärkt als Experiment zu betrachten. Sie hat die Kunst nach 1945 wesentlich geprägt, geriet aber auch gleichzeitig heftig unter Druck – sind doch die unterschiedlichen Endszenarien, die seit Beginn des 20. Jahrhunderts bis heute entwickelt wurden, für den Status quo der Malerei verantwortlich. Zentrale Probleme wie Abstraktion und Gegenständlichkeit oder die Analyse der Darstellungsmittel (Material, Farbe, Linie, Fläche, Malgrund, Oberfläche, Räumlichkeit, Licht) stehen zur Diskussion. Die Tatsache der Mediatisierung unserer Realität und die Reaktion darauf innerhalb der Malerei stehen am Ende dieser Entwicklung. Man konnte Lyotard variieren und von einer Malerei sprechen, die erzählt, die definiert und die am Ende sich selbst ihre eigene Malerei ist.“



Alte Freunde: Hermann J. Painitz
und die Logik der Kunst

Nach Drago j. Prelog, Hans Staudacher und Josef Mikl widmet sich das Museum Liaunig im Rahmen der Ausstellungsreihe „Alte Freunde“ mit Hermann J. Painitz (1938) einem weiteren Künstler, dem Herbert Liaunig seit mittlerweile 50 Jahren als Freund und Sammler zugetan ist.

Der konzeptuelle, methodisch-analytische Ansatz in Painitz‘ Werk weist ihm innerhalb der österreichischen Avantgarde nach 1945, die von expressiven und informellen Tendenzen dominiert war, eine singuläre Position zu. Die von Alexandra Schantl kuratierte Ausstellung zeigt anhand ausgewählter Bilder, Werkgruppen und Plastiken aus allen Schaffensphasen die charakteristischen Merkmale seines Œuvre auf: die Vermeidung jeder malerischen Gestik, die Beschränkung auf wenige, elementare Formen, die Anwendung serieller Prinzipien und das Zugrundelegen eines Programms, das jeweils einer inneren Logik folgt.

Am Beginn der künstlerischen Tätigkeit von Hermann J. Painitz in der ersten Hälfte der 1960er-Jahre stehen Texte, Notationen und frühe Collagen, die mit ihren zeilenförmig angeordneten Elementen nach dem Prinzip der Serie, Reihe, Progression oder Permutation gestaltet sind. Ab 1965 folgen malerische Arbeiten, in denen der Künstler farbig abgesetzte, konzentrische Kreise – mitunter über mehrere Tafeln hinweg – mittels eines auf Zahlenreihen fußenden Auszählverfahrens positionierte. In den 1970er-Jahren setzte sich Painitz in seinen „Statistischen Portraits“ mit der von Otto Neurath entwickelten „Wiener Methode der Bildstatistik“ auseinander. Grundlage dafür waren Protokolle, in denen die zu portraitierende Person nach den Vorgaben des Künstlers über mehrere Stunden oder Tage hinweg bestimmte, routinemäßig wiederkehrende Aktivitäten festhalten sollte, die Painitz mit Hilfe von Diagrammen, Piktogrammen und Organigrammen zu veranschaulichen versuchte. Für seine sprachreflexiven Arbeiten konzipierte der Künstler ab Anfang der 1970er-Jahre eigene Zeichen-Codes, später „gegenständliche“ Alphabete, mit deren Hilfe er oft ganze Texte verschlüsselt darstellte. Nicht immer lieferte der Künstler jedoch dem Betrachter die Legende zur Dechiffrierung mit. Die jüngsten, 2015/16 entstandenen Arbeiten widmen sich der Tetraktys (griechisch „Vierheit“), einem Begriff aus der Zahlenlehre der Pythagoreer, die Painitz in Form konzentrischer Kreise darstellt – seinem „Markenzeichen“, das sein Werk bis in die Gegenwart prägt. 

 Zur Ausstellung „Alte Freunde: Hermann J. Painitz und die Logik der Kunst“ (30. April bis 30. Juli 2017) erscheint ein 64-seitiger, reich bebilderter Katalog mit Texten von Alexandra Schantl und Hermann J. Painitz.


Ausstellung "Alte Freunde: Hermann J. Painitz"
30. April bis 30. Juli 2017
Museum Liaunig ∙ 9155 Neuhaus/Suha 41 +43 4356 211 15  office@museumliaunig.at ∙ www.museumliaunig.at 
Mittwoch bis Sonntag von 10 bis 18 Uhr
Führungen jeweils um 11 und um 14 Uhr


SYNKATABASIS ∙ Wolfgang Ernst

Auf Einladung von Herbert Liaunig entwickelte der 1942 in Wien geborene Künstler Wolfgang Ernst eine autarke Raumkonstruktion für das Skulpturendepot im Museum Liaunig, ein in Sichtbeton ausgeführter Raumzylinder mit aufgesetztem Kegelstumpf und Oberlicht. Die Gesamtraumhöhe beträgt 8 Meter und der Durchmesser 20 Meter. Im Zuge der Erweiterung 2014 wurde das bis dahin nur von außen und nicht für Besucher zugängliche Depot an das Museum angebunden und als Ausstellungsfläche genutzt.

Wolfgang Ernst reagiert auf die Architektur des runden Raumes, tastet sie aber nicht an, sondern konzipierte eine rechteckige Holzkonstruktion mit Zugangsöffnungen an den Ecken und an der vorderen Zugangsseite, vor der er seine Arbeit „CREATOR SPIRITUS – EXITUS MORTIS“ in Form eines Türblattes stellt. An den Innen- und Außenwänden der weiß gestrichenen Zelle zeigt er Arbeiten von 1969 bis 2017, in den von ihm bevorzugten Materialien Papier und Grafit, Eisen, Stahl und Neonröhren.

Der ungarische Essayist und Kunsttheoretiker László F. Földényi schreibt über die Kunst von Wolfgang Ernst: „Kann die Geometrie sich leidenschaftlich verzerren? Und ist sie dann Geometrie zu nennen? Man könnte aber auch umgekehrt fragen: läßt sich die Leidenschaft geometrisieren? Und, falls ja, zerrinnt sie nicht in Nichts?
Wolfgang Ernst‘s Kunst vereint, was unvereinbar zu sein scheint und scheidet, was unzertrennbar wirkt. Sie ist die Kunst des Paradoxen: die maßlose Leidenschaft, die seine Werke kennzeichnet, erstarrt zu Kunstwerken, ohne jedoch die elementare und ursprüngliche Intensität zu verlieren. Seine Werke glühen (brennen, explodieren), wobei nicht die Gefahr besteht, daß sie zu Asche zerfallen. Atemberaubendes, fortdauerndes Explodieren und nüchterner, fast eiskalter Klassizismus. Ernst‘s Werke strahlen bedrohende Schönheit aus. Deswegen wirken sie immer lebendig. Denn es gibt keine Schönheit im Leben, in deren innerstem Kern man nicht auf die Spur der Todesleidenschaft stieße.“

Die Musik: Berlin Piano 1989 & Hölderlins Lehre vom Wechsel der Töne
POTESTAS CLAVIUM, Wolfgang Ernst Piano

Zur Ausstellung erscheint ein Katalog.

  

Ausstellung "SYNKATABASIS ∙ Wolfgang Ernst"
30. April bis 29. Oktober 2017
Museum Liaunig ∙ 9155 Neuhaus/Suha 41 +43 4356 211 15  office@museumliaunig.at ∙ www.museumliaunig.at 
Mittwoch bis Sonntag von 10 bis 18 Uhr
Führungen jeweils um 11 und um 14 Uhr

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© Museum Liaunig

Museum Liaunig präsentiert
neue Konzertreihe 

Neuhaus, 1. März 2017 Das Museum Liaunig in Südkärnten startet zu Beginn der Ausstellungssaison eine kammer-musikalische Konzertreihe mit Größen sowohl der heimischen als auch der internationalen Musikwelt.

Das größte private Museum Österreichs mit seiner auf zeitgenössische Kunst konzentrierten Sammlung öffnet die Tore für eine neu gegründete Konzertreihe. Unter dem Titel sonusiade stehen drei Konzerte und ein literarisch-musikalischer Abend auf dem Programm. Die Konzerte flankieren die Ausstellungssaison im Museum Liaunig. Die Eröffnung ist am ersten offiziellen Besuchstag des Museums im Jahr 2017, das letzte Konzert markiert die Finissage. Die Konzerte finden im neuen Sonderausstellungsraum statt, wo die Musik mit den Werken von Hermann J. Painitz und Karl Hikade in Dialog tritt. Im außergewöhnlichen Ambiente des Museums werden sowohl Musik als auch bildende Kunst neu erlebbar und in unerwartete Kontexte gesetzt.

Das Eröffnungskonzert der neuen Reihe unter der künstlerischen Leitung von Janez Gregorič findet am 30. April im Rahmen einer Matinee statt. Kammersängerin Bernarda Fink wird Werke von Brahms, Dvořák, Schumann, Škerjanc, Ipavec, Lajovic u.a. präsentieren. Mit Anthony Spiri am Klavier und Nejc Mikolič an der Viola verspricht dieses Konzert ein erstes Highlight der neuen Reihe zu werden. Der Abend des 8. Juli steht unter dem Motto „Musik & Dichtung“. Schauspieler Wolfram Berger, Saxophonist Wolfgang Puschnig und Gitarrist Janez Gregorič gestalten gemeinsam einen Abend. Am 23. August spielt das Ketos Quintett Linz als SONUS-Gastkonzert im Museum Liaunig. Das Bläserquintett spielt Werke von Haydn, Mendelssohn-Bartholdy, Ibert, u.a. Die Konzertreihe endet am 29. Oktober mit einer Matinee des Altenberg Trio Wien, das unter dem Titel „Der gespiegelte Kakadu“ Werke von Beethoven, Schubert und Auerbach spielt. 

Die Gründung der sonusiade ist der Begeisterung der Familie Liaunig für Kammermusik zu verdanken. Herbert W. Liaunig freut sich über die Öffnung des Hauses: „Unser Museum soll ein lebendiges Museum sein, ein Ort der Begegnung und des Dialogs. Es ist uns ein besonderes Anliegen, für die Region neue Angebote zu schaffen. Mit dem Museum ist uns das bisher gut gelungen, mit den Konzerten gehen wir noch einen Schritt weiter.“

Als künstlerischer Leiter der neuen Konzertreihe konnte Janez Gregorič gewonnen werden. Er leitet seit vielen Jahren die internationale Musikwerkstatt SONUS in Kärnten, die ein wichtiger Partner der sonusiade im Museum Liaunig ist. Gregorič hat für die erste sonusiade ein abwechslungsreiches Programm höchster Qualität zusammengestellt, denn „das Zusammenspiel von Bildern und Klängen soll einen beseelten Kunstgenuss garantieren und ein neugieriges Publikum erreichen.“ 

sonusiade
Information und Kartenverkauf unter www.museumliaunig.at und 04356/211 15 sowie direkt im Museum Liaunig. Konzert-Tickets ab
€ 25/27 (Vorverkauf). Kombi-Tickets Konzert und Museum ab
€ 35,50/37,50 (Vorverkauf). Ö1 Club-Mitglieder erhalten im Rahmen der sonusiade Konzert-Karten und Kombi-Tickets
an der Abendkasse zum Vorverkaufspreis (gilt auch für eine Begleitperson). 

Museum Liaunig 
Das Museum Liaunig ist ein privates Kunstmuseum in Neuhaus / Suha in Kärnten. Präsentiert wird die Privatsammlung des Industriellen und Kunstsammlers Herbert Liaunig, eine der umfangreichsten Sammlungen österreichischer Kunst ab 1945, ergänzt durch Vertreter der klassischen Moderne sowie exemplarische Werke internationaler Künstler. Das vom Wiener Architektenteam querkraft konzipierte Museum wurde 2008 eröffnet, 2011 mit dem Österreichischen Museumspreis ausgezeichnet und bereits 2012 unter Denkmalschutz gestellt. www.museumliaunig.at


Kooperationspartner 
Ö1 Club, SONUS Kammermusikwerkstatt   


Pressekontakt
SKYunlimited | Mag. Sylvia Marz-Wagner MAS
sylvia.marz-wagner@skyunlimited.at | 0699 16448001




Museum Liaunig ist Partner
der "Blickachsen 11"

Das Museum Liaunig ist Kooperationspartner der "Blickachsen 11"
Dr. Maria Schneider co-kuratiert die Jubiläumsausstellung der Skulpturenbiennale, die vom 21. Mai bis zum 1. Oktober in Bad Homburg vor der Höhe und an sieben weiteren Standorten in der Rhein-Main-Region zu sehen ist.

"Wir haben uns sehr über die Einladung zur Mitgestaltung der 'Blickachsen 11' gefreut und greifen den Gedanken begeistert auf, mit zeitgenössischer Kunst die Wahrnehmung des
öffentlichen Raums zu verändern. Das ist eine große Chance, auch österreichische Bildhauer – junge Talente wie etablierte Positionen – in Deutschland präsentieren zu können", sagt Herbert Liaunig, Gründer und Stifter des Museum Liaunig, Partner-Museum der Stiftung Blickachsen in diesem Jahr. "Zudem ist es eine schöne Bereicherung, dass wir Dr. Maria Schneider als Co-Kuratorin der Ausstellung gewinnen konnten", berichtet der österreichische Industrielle weiter.
Christian K. Scheffel, Initiator und Kurator der "Blickachsen", ist glücklich über die Zusammenarbeit: "Mit dem Museum Liaunig und Frau Dr. Schneider führen wir die mit den zweiten 'Blickachsen' eingeführte Tradition der Partnerschaft zwischen der Biennale und einem
renommierten Museum für zeitgenössische Skulptur auf höchstem Niveau fort."

Das Museum Liaunig liegt in der Kärntner Gemeinde Neuhaus. Seine auf zeitgenössische Kunst konzentrierte, permanent erweiterte Sammlung ist so außergewöhnlich wie das Museum, das Herbert Liaunig für sie erbauen ließ. Das Gebäude des Wiener Architekturbüros "querkraft"
ist einer der spektakulärsten Museumsneubauten Mitteleuropas. Es wurde bereits vier Jahre nach der Fertigstellung im Jahr 2012 unter Denkmalschutz gestellt und mit dem österreichischen Museumspreis ausgezeichnet. Direkt an der Drau gelegen, ist es ein bestechend schönes Beispiel für ortsbezogenes, zeitgenössisches Bauen. Ein Teil des Komplexes ragt 30 Meter freischwebend in die Landschaft, während große Teile unter der Erde liegen. Nicht ohne Grund: Das optimiert das Energiekonzept.

Das Museum Liaunig verfügt über eine der umfangreichsten Sammlungen österreichischer Kunst von 1945 an, ergänzt durch vorangehende Vertreter der Klassischen Moderne sowie exemplarische Werke internationaler Künstler. Als Kontrastprogramm zur Gegenwartskunst verstehen sich die historischen Sammlungen dekorierter Gläser und Porträtminiaturen aus dem 16. bis 19. Jahrhundert sowie die Sammlungspräsentation afrikanischer Glasperlenkunst. Auch der im Frühjahr 2016 eröffnete Skulpturenpark zeigt eine repräsentative Auswahl österreichischer sowie internationaler Bildhauer und Objektkünstler von der Moderne bis zur Gegenwart. Diese großen Konvolute betreut Museumsleiterin Elisabeth Wassertheurer.

Gemeinsam mit Christian K. Scheffel gestaltet Dr. Maria Schneider im Auftrag des österreichischen Partnermuseums die 11. Auflage dieses einzigartigen Skulpturenprojekts. Schneider, die in Hamburg und Wien lebt, hat in renommierten Ausstellungshäusern gearbeitet
und als Kreativdirektorin der "Autostadt Wolfsburg" federführend Gestalt verliehen. Dr. Maria Schneider studierte Bildende Kunst, Design, Erziehungswissenschaft und Germanistik in Hamburg. Ihre Wolfsburger Expertise, Raum gestalterisch mit Kunst zu definieren, setzt sie nun
in den "Blickachsen 11" zusammen mit Scheffel in Bad Homburg vor der Höhe und an sieben weiteren Orten im Rhein-Main-Gebiet um.

Kernstandort ist wie stets Bad Homburg mit dem Lennéschen Kurpark und dem landgräflichen Schlosspark. Zwei neue Orte reüssieren im Rahmen der "Blickachsen 11": In Bad Vilbel wird der Kurpark zwischen der mittelalterlichen Burg und der Stadtbibliothek bespielt, und in
Kronberg im Taunus öffnet sich der Blick für zeitgenössische Skulptur diesmal im Park des ehemaligen Schlosses Friedrichshof, das heute das Schlosshotel Kronberg beherbergt. In Eschborn dient wieder der Skulpturenpark Niederhöchstadt als Schauplatz – und zusätzlich
die Freifläche vor dem Bahnhof Süd. Außerdem laden die Burg Eppstein, der Campus Westend der Goethe-Universität Frankfurt am Main, das Freilichtmuseum Hessenpark und das Kloster Eberbach in diesem Jahr vom 21. Mai bis zum 1. Oktober erneut zum "Blickachsen"-Besuch ein.


Für Rückfragen stehen wir gerne zur Verfügung. Melden Sie sich bitte im Pressebüro der „Blickachsen 11“, Sunita Scheffel, „Blickachsen“ Kommunikation (+49 - (0)178 - 4 73 25 91, presse@blickachsen.de), oder bei Lindinger + Schmid, Berlin, Büro für Kunst und Öffentlichkeit, Anna Figuerola Wischke (Tel. +49 - (0)30 - 857 449 250, wischke@lindinger-schmid.de).


Blickachsen 11, 21. Mai bis  1. Oktober 2017
Bad Homburg v.d. Höhe 
www.blickachsen.de/


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"Blickachsen 11"

Das Museum Liaunig wird 2017 Partnermuseum der deutschen Skulpturenbiennale "Blickachsen", die die Rhein-Main-Region seit
20 Jahren in einen Erlebnisraum für internationale zeitgenössische Bildhauerei verwandelt.

Natur erleben und Kunst wahrnehmen: Vom 21. Mai bis zum 1. Oktober lädt die Stiftung Blickachsen wieder nach Bad Homburg vor der Höhe und an ausgewählte Stationen in der Rhein-Main-Region zu einem außergewöhnlichen Kunsterlebnis ein. Die Skulpturenbiennale „Blickachsen“ präsentiert zum elften Mal Werke von internationalen Künstlern im öffentlichen Raum. Sie bietet zeitgenössische Kunst auf höchstem Niveau. Und in diesem Jahr feiern die „Blickachsen“ 20-jähriges Bestehen. Sie bilden damit neben der Documenta, Skulptur Projekte Münster und der Biennale von Venedig ein weiteres Highlight auf der Grand Tour im Jahr 2017.

Die ersten „Blickachsen“ starteten 1997 unter anderem mit Werken von Anthony Caro, Bernhard Heiliger und Ansgar Nierhoff. Schaut man auf alle Ausstellungen des Projekts zurück, liest sich das Künstler-verzeichnis wie ein Who‘s who der zeitgenössischen Bildhauerei. Räumlich erschloss die Biennale zunächst den Bad Homburger Kurpark, doch rasch schritt das erfolgreiche Projekt über dieses Areal hinaus. Die siebte Auflage 2009 eroberte außerdem den im 18. Jahrhundert zum englischen Landschaftsgarten umgestalteten Schlosspark. Und schon zu dieser Ausgabe trat die Rhein-Main-Region in den Fokus. In vier Orten, unter anderem in Darmstadt und Weilburg, machte Timm Ulrichs mit der sensorgesteuerten, kinetischen Plastik „Tanzende Bäume“ mobil. Die stetige Expansion erreichte den bisherigen Höhepunkt vor zwei Jahren, als insgesamt neun Standorte bespielt wurden: Neben Bad Homburg standen überdies die Burg Eppstein, Darmstadt, Eschborn, Frankfurt, Neu-Anspach mit dem Freilichtmuseum Hessenpark, das Kastell Saalburg, das Kloster Eberbach und Kronberg auf der Reiseroute. Die „Blickachsen“ mit ihrer städteübergreifenden Struktur avancierten nicht zuletzt deswegen zu einem international beachteten Termin im überregionalen Kalendarium.

Mit den „Blickachsen 11“ gestaltet der Kurator Christian K. Scheffel 2017 einmal mehr ein Forum des künstlerischen Zusammenkommens. International arrivierte Künstler treffen sich mit neuen Talenten und ermöglichen die Sicht auf ein weitgefächertes Spektrum an bildhauerischen Positionen der Gegenwart. Durch eine sensible Raumplanung finden sie im Miteinander zur Vollendung: Der Besucher wird auch in diesem Jahr den Kontrasten und den Bezügen der Arbeiten zueinander in Bewegung unter freiem Himmel nachspüren können. Die vom Schöpfer des 1856 eingerichteten Bad Homburger Kurparks, Peter Joseph Lenné, angelegten „Blickachsen“ sind historisches Programm, das durch die zeitgenössische Kunst eine einmalige Aktualisierung erfährt.

Für die elften „Blickachsen“ konnte die Stiftung das österreichische Museum Liaunig aus Neuhaus, unweit der slowenischen Grenze, als Partner gewinnen. Diese Kooperation verspricht die Teilnahme einer Reihe österreichischer Künstler mit ganz unterschiedlichen Ansätzen und Arbeitsweisen. Veranstalter ist die Stiftung Blickachsen, eine gemeinnützige GmbH, die das von Christian K. Scheffel gegründete Ausstellungsprojekt dauerhaft sichert. Mitveranstalter sind der Magistrat der Stadt Bad Homburg, die Kur- und Kongreß-GmbH Bad Homburg sowie die Verwaltung der Staatlichen Schlösser und Gärten Hessen.


Eröffnet wird „Blickachsen 11“ am 21. Mai 2017 auf dem Schmuckplatz, gegenüber der Kaiser-Friedrich-Promenade 55, in Bad Homburg vor der Höhe. Ausführliche Informationen zu den „Blickachsen 1-10“ finden Sie unter: www.blickachsen.de.

Für Rückfragen stehen wir gerne zur Verfügung. Melden Sie sich bitte im Pressebüro der „Blickachsen 11“, Sunita Scheffel, „Blickachsen“ Kommunikation (+49 - (0)178 - 4 73 25 91, presse@blickachsen.de), oder bei Lindinger + Schmid, Berlin, Büro für Kunst und Öffentlichkeit, Anna Figuerola Wischke (Tel. +49 - (0)30 - 857 449 250, wischke@lindinger-schmid.de).


Blickachsen 11, 21. Mai bis  1. Oktober 2017
Bad Homburg v.d. Höhe 
www.blickachsen.de/



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